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IOTA vermeldet Fortschritte auf dem Weg zum IoT-Standard



Die IOTA Foundation will bis Mitte des Jahres mit gleich zwei globalen Standards für das Internet der Dinge aufwarten.

IOTA verfolgt nicht weniger, als der künftige Industrie-Standard für das Zeitalter des Internet der Dinge (IoT) zu werden. Um diesem Anspruch Zähne zu verleihen, ist die Foundation deshalb schon seit längerem Mitglied der Object Standardization Group (OMG), einem Konsortium, das sich mit der Entwicklung von IT-Standards befasst.

Die OMG-Mitglieder treffen sich vierteljährlich, um eine Woche lang über Fragen der IT-Standardisierung zu diskutieren, Vorschläge einzureichen sowie Ausschreibungen (Request for Proposal, RFP) für konkrete programmiertechnische Fragestellungen zu machen. IOTA ist dabei Teil der „Blockchain Plattform Special Interest Group (Blockchain PSIG)“, einem Interessenverband, der sich Standardisierungsfragen im Bereich der Distributed-Ledger-Technologien widmet. IOTA stellt mit Mike Bennet den Vorsitzenden der Blockchain PSIG.

Auf dem IOTA-Blog hat Bennet nun ein Update über die Standardisierungsbestrebungen von IOTA gegeben. Konkret geht es dabei um das letzte Treffen der OMG, das im Dezember stattgefunden hat. Vier Themen rückt Bennet dabei in den Mittelpunkt.

IOTA will Coordicide-Spezifikationen liefern

Zum einen gibt es neues in Sachen IOTA 2.0 (aka Coordicide). Die Foundation hat mehrere formale Spezifikationen entwickelt, die das IOTA-Protokoll stabil genug machen sollen, um in das Post-Coordinator-Zeitalter überzugehen. Mitte des Jahres soll ein entsprechender Request for Comment (RFC) eingereicht werden. Das noch aus Zeiten des Internetvorgängers Arpanet stammende RFC-Verfahren wird unter anderem dazu eingesetzt, neue Internet-Standards festzulegen. Beispiele für RFC sind die Internet Protokolle IPv6, HTTP oder TCP. Man darf gespannt sein, ob es IOTA gelingen wird, mit seinen Spezifikationen in diese Liga aufzusteigen.


Verschlüsselte Transaktionsströme

Neben dem angekündigten RFC hat IOTA auch einem Vorschlag für einen in der OMG ausgeschriebenen RFP in petto. Bei der Ausschreibung geht es um einen Standard für verbundene, verschlüsselte Transaktions-Ströme (Linked Encrypted Transaction Streams, LETS). IOTA will hierfür seine Lösung IOTA Streams einreichen, ein Framework zum Versenden und Empfangen von Nachrichten und Datenströmen.

Digitale Einweg-Identität

Digitale Identität ist ein weiteres Steckenpferd von IOTA. Konkret geht es um Selbstbestimmte Identitäten, (Self-Sovereign Identity, SSI). Dabei handelt es sich um (digitale) Identitäten, die ohne Mittelsmann erstellt, kontrolliert und gemanagt werden können.

Innerhalb der OMG wird derzeit über eine Lösung für die Erstellung von Einweg-Identitäten nachgedacht – SSIs, die, wie Bennet erklärt, „für bestimmte Kontexte erstellt und anschließend entsorgt werden.“ Bis zum 31. März sammelt die OMG von ihren Mitgliedern im Rahmen eines RFI (Request for Information) Ideen und Informationen zu dem Thema ein. Die IOTA Foundation will ihre Expertise in die Konsultation einbringen.

Identifikatoren für Krypto-Assets

Ein letztes IOTA-relevantes Thema wurde schließlich von der OMG-internen Task Force für Finanzen (Finance Domain Task Force, FDTF) vorgebracht. Dabei geht es um die Ausweitung eines Standards, der zur Identifizierung von Finanzinstrumenten dient: FIGI (Financial Instrument Global Identifier). Der FIGI-Standard wird von zahlreichen Börsen, darunter die New Yorker Börse NYSE, verwendet. Er versieht Finanzinstrumente wie zum Beispiel Aktien, Derivate oder Staatsanleihen mit einer eindeutigen, 12-stelligen Kennnummer. Das französische Unternehmen Kaiko, ein Anbieter von Krypto-Finanzmarktdaten, ist künftig damit beauftragt, den FIDI-Standard auf den Krypto-Sektor auszudehnen.

IOTA: „Auf einem guten Weg“

Mike Bennet zeigt sich zuversichtlich, dass man in diesem Jahr wichtige Etappenziele in Sachen IoT-Standardisierung erreichen kann:

IOTA ist auf einem guten Weg in Richtung Standardisierung. Neben unserem Standard für Coordicide werden wir in diesem Jahr auch IOTA Streams als Basis für einen Standard einreichen. Unsere Beteiligung an der Object Management Group zahlt sich weiterhin aus,

resümiert Bennet abschließend. Sollte IOTA es tatsächlich schaffen, den Coordicide RFC fristgerecht einzureichen, könnte es ein heißer Sommer für das IoT-Projekt werden.




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